Arthroskopische Sprunggelenk-Operation

Arthroskopisches Bild OSG
Arthroskopisches Bild OSG
Allgemein

Die Entwicklung von speziellen Kleingelenkarthroskopen hat in den letzten 10 Jahren zu grossen Fortschritten und verbesserten Behandlungsmöglichkeiten in der Sprunggelenksarthroskopie beigetragen. Am Sprunggelenk gibt es unterschiedliche Arten von Sport- und Verschleisserkrankungen.

Die Indikation zur Operation wird meist auf Grund von Schmerzen, Schwellung, Bewegungseinschränkung, Instabilität, Einklemmungen oder Blut im Gelenk gestellt.

Hierbei sind Folgeschäden nach Verrenkungen mit Belastungsbeschwerden, Instabilität oder Blockaden durch freie Gelenkkörper die häufigsten Ursachen. Auch Entzündungen der Gelenkschleimhaut (Synovitis), Verwachsungen und Vernarbungen mit Bewegungseinschränkung (Arthrofibrose) und Bewegungseinschränkungen als Folge von sich einklemmendem Weichteilgewebe (soft tissue impingement) lassen sich arthroskopisch gut behandeln.

Bei Schädigung des Gelenkknorpels kann, ähnlich wie am Kniegelenk, eine Knorpelbehandlung durchgeführt werden. Am häufigsten wird der geschädigte Knorpel sorgfältig entfernt, geglättet und ggf. der darunter liegende Knochen angefrischt, um die Neubildung eines Faserknorpels zu fördern. Seltener ist auch die Transplantation von Knorpel notwendig.

Überstehende Knochenkanten (Osteophyten) an der Vorderseite des Unterschenkel-Knochens und des Sprungbeins sind insbesondere bei Ballsportlern und Tänzern eine häufige Ursache von Schmerzen, Schwellung und Bewegungseinschränkung. Die arthroskopische Abtragung der Osteophyten ist in diesen Fällen eine erfolgversprechende und bewährte Behandlung.

Bewegung und Drainage

Stehen Sie nach 2-3 Stunden Ruhe wieder auf und gehen Sie einige Schritte. Durch Aktivierung der Unterschenkelmuskulatur können Sie selbst am besten eine Thrombose verhüten helfen. Sollte die kleine Drainageflasche vollaufen, lassen Sie bitte alles in Ruhe, keinesfalls entleeren, es passiert nichts.

Verbandwechsel und Nachbehandlung

Am Tag nach der Operation Verbandwechsel in der Praxis. Den nächsten Verbandwechsel nach 2-3 Tagen durch den Hausarzt oder den zuweisenden Facharzt durchführen lassen.

Duschen nach 1 Woche, Entfernung der Fäden nach ca. 14 Tagen. Vollbelastung meist nach 5-10 Tagen erlaubt.

Bitte unbedingt die Ihnen mitgeteilte Nachbehandlung befolgen, bei Unsicherheit noch mal den zuständigen Operateur fragen.